Jinja-Jack

Nach der geplanten Chill-Woche haben wir jetzt losgelegt. Nach der Golfrunde mit Gareth habe ich Dave kennengelernt, Typ: weisser Afrikaner britischer Herkunft aus alten Kolonialzeiten, in „Rhodesien“ aufgewachsen… Dave hat mich eingeladen, Sonntags in ihrer Golfrunde mitzuspielen wo ich viele hilfreiche Kontakte knüpfen würde, u.a. einen Holländer, der auch Agrarprodukte in die EU exportiert.

Ausnahmslos jeder Gesprächspartner bisher war begeistert von unserer Geschäftsidee, so auch Nachbar Henning aus Dänemark, der hier seit Jahren lebt und bei einer NGO arbeitet. Henning hat mich mit John von One-Acre-Fund  connected, den ich Montag aufgesucht habe. Die haben Zehntausende Kleinbauern in Ostafrika in ihrem Programm, die für eine ertragreichere Bewirtschaftung ihrer Länder unterstützt werden. John meinte, der bessere Ansprechpartner wäre allerdings der Country Director Sebastian aus Deutschland, der unterwegs war, sich aber bei mir melden wird. Das könnte sehr hilfreich sein bei der Suche nach Lieferanten und die Leute von One-Acre kennen auch die Zertifizierungsprogramme in Uganda. Unsere Jackfrüchte sollen ja von Bio-zertifizierten Bauern kommen.

Dann war ich im Rathaus und wollte den für Landwirtschaft zuständigen Menschen sehen. Ruckzuck hatte ich drei Beamte um mich, die uns unterstützen möchten. Allerdings wäre die Landwirtschaft hier sehr kleinteilig, mit Kleinstbauern, die ihre paar Produkte am Markt anbieten. Sie haben mir empfohlen, die Uganda Export Promotion Agency anzusprechen. Schließlich exportiert Uganda Tonnen an Ananas und Bananen nach Europa, da wird es ja wohl einen Weg geben.

Wir wollen uns dann ja auch bald ein Auto zulegen. Im Vorfeld hatte ich schon an die Finanzbehörde in Uganda URA geschrieben, um herauszufinden, wie man als Tourist ein Auto zulassen kann. Liebe deutsche Verwaltungsbeamte: jetzt schön aufpassen: this is e-government at its best! Mit meinem Mietvertrag als proof of residency und Reisepass zum URA Büro gleich hier um die Ecke, ohne Wartezeit sofort drangekommen, meine Daten erfasst und nach 15 Minuten war ich wieder draussen. Da hatte ich schon die Bestätigungs-Mail im Posteingang und 2 Stunden später das Approval. Nachmittags nochmal hin, TIN (Tax Information Number) ausgedruckt und feddisch. Kosten: Null. Am selben Abend bekam ich die Info von Knut aus Deutschland, dass meine Steuernummer für Jinja-Jack angekommen sei. Nach vier Monaten, inkl. mehrerer Nachfragen…

Heute waren wir mit unserer Vermieterin Victoria in einem kleinen Dorf und haben bei Kleinbauern die ersten Jackfrüchte besorgt:

Zu Hause ging es dann ans Schälen, Zuschneiden, Ausstanzen… Da steht uns noch einiges an Arbeit bevor, diese Prozesse sauber hinzubekommen! Außerdem war die Frucht extra klein, die wir ausgesucht hatten, trotzdem hatten sich schon erste Kerne gebildet.

Vorgekocht hat die Frucht allerdings genau die richtige Konsistenz, völlig geschmacksneutral und bissfest. Entsprechend gewürzt wird das was!

Jackfruit

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