Die Pajero Story

„Every used car in Uganda is shit“ sagte unser Nachbar Kev…

Nun hatte ich unsere „Dusty“ dreimal gründlichst angesehen, bin drunter gekrabbelt, probegefahren, habe auch noch den Experten Eddie zur Besichtigung mitgenommen, alles, um das Risiko zu minimieren. Es war klar, dass da noch einige kleinere Investitionen nötig sein würden, aber dafür kostete er auch nur 9 Mio, statt 13, was sonst für vergleichbare Autos aufgerufen wird. Dann haben wir ihn Freitags abgeholt, ois isy.

Samstag Morgen dann zur Tanke: „fill her up, please!“ Und da war dann schon die große Benzinlake unterm Auto. Wie sich später herausstellte, fehlte die Tankdichtung komplett. Wie so einiges anderes. Auf der Weiterfahrt dann plötzlich Fehlzündungen und keine Leistung mehr, außerdem schaltete das Automatikgetriebe nicht mehr ordentlich.

To cut a long story short, zwei Wochen später haben wir ihn nun endlich. Gestern die erste längere Probefahrt nach Kampala lief gut. In der Zwischenzeit hatte der Schrauber unseres Vertrauens Shero: die Zündkerzen gewechselt (waren komplett die falschen drin), eine defekte Zündspule gewechselt, Benzinpumpe und -filter ausgebaut und überprüft, das Motorsteuergerät ausgetauscht (1,5 Mio, autsch!), das Getriebeeöl erneuert und den „gear selector switch“ überholt, die ganzen falschen (oder kurzgeschlossenen) Sicherungen ausgetauscht, Fensterheber und Türschlösser repariert und auch noch zwei neue Reifen besorgt. Und und und.

Mein zaghafter Versuch, den Verkäufer (indischer CEO einer security company), zu einer Rückabwicklung zu bewegen, schlug erwartungsgemäß fehl.

 

 

Aber nun steht er frisch geputzt vor unserer Tür, „wie ein Leopard, zum Sprung bereit“. Unterm Strich haben wir nun doch den Preis bezahlt, der normal gewesen wäre, inkl. Reparaturen. Und wenn wir ihn wieder verkaufen müssen, sollten wir die Investitionen wieder reinkriegen. Nächste Woche geht´s in den Nationalpark!

 

 

 

 

 

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