Matokeherstellung

Ugandas täglich Brot: Matoke

Sie sind weder krumm noch gelb und schmecken auch nicht saftig oder süß, die Bananen auf den Märkten Ugandas. Doch Matoke, eine grüne Sorte mit fadem, weißem Fruchtfleisch, hat das Zeug zum Nationalgericht in Uganda. Geschmacklich erinnern sie an eine süßliche Kartoffel mit leichtem Bananenaroma. Auf Ugandas Speiseplan steht täglich Matoke. ein dicker Brei aus Kochbananen. Die Heimat der Banane, die botanisch gesehen eine Beere aus der Familie der Musaceen ist, liegt in Südostasien. Vor mehr als 2000 Jahren brachten arabische Händler Bananen nach Afrika, wo sich die Staude, die im Grunde nur aus Blättern mit steifen Blattscheiden im unteren Bereich besteht, klimatisch sofort wohlfühlte und vermehrte. Wenn die Staude ein halbes Jahr alt ist, bildet sie einen Blütenstand aus, der ein einziges Büschel Bananen von bis zu 50 kg hervorbringt.

Lydia zeigt mir Schritt für Schritt die Zubereitung:
Bananen schälen, in einen Topf zuerst Bast legen, dann die Bananen in Bananenblätter wickeln, fest zusammendrücken und drauflegen, etwas Wasser darüber schütten, einen zweiten Topf daraufstellen und über dem Holzkohle-Öfchen dämpfen lassen, bis sie weich sind. Dann die Bananen noch in den Bananenblättern ein wenig einstampfen und auch in den Bananenblättern belassen. So bleibt der Brei wunderbar heiß. Matoke wird mit Fleisch oder Fisch serviert und dazu eine Erdnuss-Soße gereicht.

 

Matoke

2 Gedanken zu „Matokeherstellung

  • 26. Oktober 2017 um 07:54
    Permalink

    Du bist mir ein netter Schwager, heute muss ich nach der Blog-Lektüre fast ein wenig mit dir schimpfen, Ulf! Während ihr euch in die Matoke-Verarbeitung einarbeiten lasst, rückt hier die schwierige Frage näher, wie wir das Weihnachtsfest ohne deine Kartoffelrösti-Herstellung über die Bühne bringen sollen…
    Ganz liebe Grüße

    Antwort
    • 26. Oktober 2017 um 14:22
      Permalink

      Ich fürchte, wir müssen das virtuell über Skype machen. Ich könnte dann in Shorts auf der Veranda für Euch Chapatis zubereiten oder einen Fisch grillen!

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: