Der Schlangentöter

Iiihhhhh: eine Schlange im Fenster!! … hallte es aus dem Wohnzimmer:

Hhm, könnte eine Boomslang sein. Oder eine Mamba. Was werden meine Neffen sagen, wenn ich schon wieder mit einer „Grüne-Mamba-Story“ komme? Auf jeden Fall muss die weg, die möchte man nicht im Bett wiederfinden. Die letzten Schlangenfunde wurden von den Askaris (Wachleute) erledigt, dummerweise haben wir momentan keine. Angeblich hat unsere Vermieterin seit Monaten deren Lohn nicht gezahlt, und der letzte ist in der Silvesternacht dem Sohn unseres Nachbarn an die Gurgel gegangen, weil der sich beschwert hatte, dass das Tor wieder nicht bewacht war. Jedenfalls ist der jetzt auch nicht mehr da.

 

 

 

 

 

 

Genau in diesem Moment geht auch noch ein Wolkenbruch nieder, der erste Regen in diesem Jahr. Da wäre ich nach 5 Metern patschnass gewesen, außerdem wusste ich auch gar nicht, wen ich hätte um Hilfe bitten sollen. Und wir wollten die Schlange auf keinen Fall entwischen lassen. Also: „a man must do what a man must do“, Wanderstiefel angezogen, mit Schrubber und Knüppel bewaffnet, lautete der Plan, die Bestie irgendwie aus dem Fensterrahmen nach draußen zu bringen. Dort sollte dann der Kampf Mann gegen Mann auf Augenhöhe stattfinden. Während ich versuchte, den zweiten, klemmenden Fensterrahmen entweder von innen oder von außen irgendwie zu öffnen, stand Theresa auf der jeweils anderen Seite um mir jegliche Lageveränderung meines Feindes sofort mitzuteilen. Mein Gegner schien etwas nervös zu werden und schlängelte sich permanent hin und her und rauf und runter innerhalb des Festerrahmens. Dann meine Chance: der Schwanz guckte durch den schmalen Spalt etwas hinaus nach draußen.

Ein beherzter Griff, kräftig nach unten gezogen und die Schlange eingeklemmt. Als ich sicher war, dass sie da nicht aussi kimmt, mit einem weiteren Zug mal kurz die Schlange zweigeteilt. Der abgerissene Schwanz zappelte noch eine Weile herum und der vordere Teil schaute mich leicht verärgert an.

Problem gelöst.

Es war übrigens eine Boomslang , ca 70cm lang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Theresa … : musste man sie töten?, ja unbedingt sagt mein erfahrener, mutiger „Afrika“-Mann.

 

8 Gedanken zu „Der Schlangentöter

  • 16. Januar 2018 um 11:13
    Permalink

    Griaß God beinand!
    wos is‘n des wida für a äcktschn. Ganz schee gferlich die Gaudi.
    Da hed a me zdod gforchten voa dem Viech. Des hod’s etz aa no braucht.
    Mia glangd scho a Spinna mit lange Haxn in da Hiawan.
    Ganz schee mutig habe d’Ehre. Bist halt aa gstandn‘s Mannsbuid.
    Bleibd’s pumperlgsund. Servus

    Antwort
    • 16. Januar 2018 um 18:00
      Permalink

      … jo, i griaß di aa

      zrugg im Obnteialand. Wia spannend ’s hoid oiwei wieda is, fremde Viecher zua entdeckn. De Bedrohung und Gefahr sieht ma east gar ned. So entdeckt ma ’s, easchrickt a weng und dann mog ma ’s eha bestauna und is fasziniad. Aba Tarzan beschützt Jane und aa si seibsd und des is guad.

      … und boarisch is gar ned so schwar

      Antwort
  • 13. Januar 2018 um 08:16
    Permalink

    Ha ha, I would have paid to have seen you tackling that Mamba Ulf. I was laughing all the way through that post. I am flying to Uganda tonight (Amy is already in Kenya) and we shall be visiting you guys on Wednesday if you are at home? Make sure the beers are in the fridge!!

    Antwort
    • 13. Januar 2018 um 09:55
      Permalink

      Cool, we´re both looking forward to your return! You´ll bet the beers will be cold…
      What do you mean by visiting, are you not staying here at the compund?
      cu soon!

      Antwort
  • 12. Januar 2018 um 23:01
    Permalink

    Bin ganz bei dem Mann, Theresa.
    Sehr schneidig. Ich hätt mir in die Hose gemacht.

    Antwort
  • 12. Januar 2018 um 15:08
    Permalink

    Gift

    Das Gift ähnelt jenem der Amerikanischen Lanzenottern. Es wirkt hämolytisch und durch Metalloproteinasen hämorrhagisch (Blutgefäße zerstörend). Das Gift verursacht durch thrombinähnliche Enzyme (TLEs) eine Veränderung der Blutgerinnungsvorstufe Fibrinogen und hierdurch eine pathologische Aktivierung der Blutgerinnung. Dies führt über weitere Schritte zum schnellen Verbrauch der Gerinnungsfaktoren und wirkt daher gerinnungshemmend. Das Syndrom wird als Disseminierte intravasale Koagulopathie (DIC) bezeichnet. Die Patienten bluten aus der Bissstelle und Mundschleimhäuten und es kommt zu inneren Blutungen. Das Gift wirkt offenbar auch direkt nierentoxisch.[2] Die Wirkung setzt vergleichsweise spät ein, bis zur Entwicklung ernsthafter Symptome kann es 24-48 Stunden dauern.

    Die durchschnittliche Giftmenge je Biss ist vergleichsweise gering; sie wird mit maximal 1,5 mg Trockengewicht angegeben. Das Gift der Boomslang ist jedoch extrem wirksam; der LD50-Wert bei Mäusen liegt bei intravenöser Verabreichung bei 0,06-0,72 mg pro kg.[3]

    Die Art kann die weit hinten im Maul liegenden Giftzähne ohne weiteres bei einem Biss in den Arm oder das Bein eines Menschen einsetzen, da sie das Maul in einem Winkel von bis zu 170° öffnen kann. Bisse, bei denen eine größere Giftmenge in die Bissstelle abgegeben wird, sind für Menschen ohne Behandlung mit einem spezifischen Antiserum meist tödlich.

    ARE YOU FUCKING CRAZY ????

    Antwort
    • 12. Januar 2018 um 15:13
      Permalink

      Deswegen musste die ja weg.

      Antwort
  • 12. Januar 2018 um 15:08
    Permalink

    Ich hätte zur Schlange noch gesagt: Ällabätsch, das hast du jetzt von deinem Voyeurismus! LG Nadia

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: